Magic Lantern: Mehr Power für Canon Spiegelreflexkameras.

Wenn es um die Auswahl der “richtigen” Kamera geht, wälzen viele unbedarfte Nutzer Featurelisten und Testberichte. Nicht unterschätzen sollte man die “Community“: Das ist einerseits die Möglichkeit auf preisgünstige Produkte von Drittanbietern zurückgreifen zu können — zum Beispiel Objektive, Blitzgeräte, Kleinteile — andererseits sind es die “Fan-Projekte”.

Magic Lantern bietet ein Vielzahl an Funktionen.

Magic Lantern bietet für Canon eine Vielzahl an Funktionen.

So gibt es zu Canon seit Jahren “Firmware-Hacks”, die in vielen Modellen versteckte Funktionen aktivieren oder neue Tricks beibringen. Legendär ist der “Russen-Hack” für die EOS 300d, die auf einer teureren EOS 10d basiert und per Firmware-“Upgrade” aufgewertet werden kann. Mit “Magic Lantern” gibt es seit langem ein Projekt, das viele aktuelle Modelle von Canon unterstützt, ohne allzu radikal in die Interna eingreifen zu müssen. — Ich habe es ausprobiert.

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USB: Ladegerät ist nicht Netzteil.

Habe gerade wieder etwas dazugelernt: Ein USB-Ladegerät ist nicht automatisch auch ein Netzteil.

Ein Ladegerät ist kein Netzteil.

Ein Ladegerät ist kein Netzteil.

Wahrscheinlich ist so eine Info vielen Nutzern wurscht, bis du Zeitrafferaufnahmen machen möchtest…

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Spiegellos unterwegs in der Praxis (Lumix GM1 | Teil 2)

Die Entscheidung ist gefallen, das Weihnachtsgeldsparschwein geschlachtet, die Lumix GM1 gekauft. Das ging nicht ohne einen gewissen Frustlevel: Der Mann beim Kistenschieber gibt mir zunächst einen guten Tipp, will mir aber eigentlich nur sein Vorführmodell verscherbeln. Blöd nur, daß beim “Vitrinenstück” beim Entfernen des Diebstahlschutzbandes das Objektiv auseinander fällt, weil es vermutlich mit Gewalt in die falsche Richtung gedreht wurde (vorher hieß es noch, “das justiert sich von selbst”).

Panasonic Lumix GM1

Panasonic Lumix GM1

Das kürzlich gefaßte Vertrauen verschwindet so schnell, wie es in Erwartung der schönen Kamera gekommen ist. Seither bin ich besonders mißtrauisch, wenn bei Ebay der Kistenschieber “generalüberholte” Artikel anbietet — das könnten jene zusammengeflickte Totalschäden sein… Als Kompromiß wird es dann ein Warehousedeal vom Versender meines Vertrauens. Gegenüber dem Einführungspreis von rund 700 Euro im September 2013 halbiert sich damit der Preis.

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Wer hat an der Uhr gedreht — in Lightroom.

Wie spartanisch geht es doch in analogen Zeiten zu, ohne zusätzlichen Block und Stift konntest du einem fertigen Foto nachträglich keine Informationen entlocken. Kurz vor Toresschluß beginnen einige Kameras wenigstens das Datum festzuhalten, entweder direkt im Bild oder auf dem schmalen Steg zwischen den Einzelbildern einbelichtet. Wenn ich mich recht erinnere, gibt es auch von Canon und Minolta etwas, das mit zusätzlichen Speicherkarten für die technischen Daten experimentiert hat…

Aufnahamezeit in Lightroom ändern.

Aufnahmezeit in Lightroom ändern.

Wie dem auch sein, viele Daten bedeuten auch — trügerische Sicherheit. Man verläßt sich darauf und stellt überraschend in einigen Situationen fest, daß da etwas nicht stimmen kann. Trotz aller Hightech geht manche Kamerauhr schlicht falsch. Da ich den Unfug mit der Sommerzeit-Umstellung nicht mitmache, fällt mir eine Abweichung eher zufällig auf. — Wie kann man das bei zeitkritischen Bildern korrigieren?

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Verkanntes Genie — Sony QX 10 im entfesselten Praxistest

Schon vor einem Jahr prophezeie ich das Ende der Schnappschußkameras, da gerade für Erinnerungsfotos die Smartfon-Kamera ständig attraktiver wird: Immer dabei, respektable Bilder und direkter Upload in soziale Netzwerke. Die Großen im Markt kontern relativ fantasielos mit modischen Neuerscheinungen, immer mehr Funktionen und trotzdem ist man schon ab 50 Euro dabei (ohne bedeutende Abstriche gegenüber den ursprünglichen 300-Euro-Modellen von vor zwei Jahren machen zu müssen). Da läßt es aufhorchen, als Sony zur IFA 2013 mit der Ansteckkamera fürs Smartfon eine neues Konzept vorstellt.

Die Sony DSC QX10 wirkt wie ein Wechselobjektiv.

Die Sony DSC QX10 wirkt wie ein Wechselobjektiv.

Auf den ersten Blick vermutet man dahinter eine weitere spiegellose Systemkamera, denn die QX 10 bzw. der große Bruder QX 100 sehen wie gewöhnliche Wechselobjektive aus, werden interessanterweise auch als WLAN-Objektive bezeichnet. Da kann man sich vielleicht schon erahnen, wie das mit einem normalen Smartfon zusammenarbeiten soll.

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Tablett-PC als Fernbedienung für die Digitalkamera

Mich wundert es immer, wenn ausgerechnet mobile Geräte immer “alles” können sollen — und dann groß, schwer und teuer werden. Bei meinem Praxistest zum Tablett-PC Touchlet X8 entdecke ich den den 8-Zoll-Formfaktor: Deutlich handlicher als ein 10-Zoll-Gerät und in der nutzbaren Fläche nicht so viel kleiner, zumindest wenn man weiß was man will: Im Prinzip alles, wozu mir ein Smartphone doch zu fummelig und ein Laptop zu groß ist. Und seit ein paar Tagen kenne ich noch einen weiteren Grund: Steuerung einer Digitalkamera.

Mit Helicon Remote kann man fast alles in der Kamera einstellen.

Mit Helicon Remote kann man fast alles in der Kamera einstellen.

Das liegt an einem Detail, dem auch ich bisher wenig Beachtung geschenkt habe: Wie einige andere — aber noch nicht alle — Tablets hat das X8 nicht nur eine USB-Schnittstelle, sondern diese entspricht OTG-Standard.

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