Leica M10, der Meilenstein.

[PM] Ein ikonisches Kamerasystem setzt erneut Maßstäbe: Die neue Leica M10 steht wie keine andere Kamera in perfekter Balance zwischen langer Tradition und technischer Innovation und vereint die Essenz dessen, was beim Fotografieren wirklich wichtig ist.

Leica M10 (Bild: Leica)

Leica M10
(Bild: Leica)

Sämtliche Funktionen wurden konsequent an die Anforderungen heutiger Fotografie angepasst, bleiben jedoch den Prinzipien des legendären M-Systems treu: Jede einzelne Komponente, jede technische Lösung konzentriert sich kompromisslos auf die Fotografie. Mit kompakteren Maßen, verbesserter Performance und Bedienung setzt die Leica M10 einen Meilenstein in der traditionsreichen Geschichte der Leica M-Fotografie.

Continue reading Leica M10, der Meilenstein.

Sonderedition Leica M-P ‘grip’ by Rolf Sachs

[PM] In Zusammenarbeit mit dem Künstler und Fotografen Rolf Sachs stellt die Leica Camera AG mit der Leica M-P (Typ 240) ‘grip’ by Rolf Sachs eine neue Sonderedition innerhalb des Leica M-Systems vor. Das außergewöhnliche Set bestehend aus der Kamera Leica M-P und dem lichtstarken Objektiv-Klassiker Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm ASPH vereint legendäre Meßsuchertechnologie mit einem künstlerischen Produkt-Design. Die Kombination aus ungewöhnlichem Material mit auffälliger Farbgebung und klassischem Design verleiht der Kamera eine einzigartige Optik und macht die Leica M-P ‘grip’ by Rolf Sachs zu einem echten Liebhaberstück. Die Sonderedition wird in einer limitierten Auflage von 79 Sets weltweit in ausgewählten Leica Stores angeboten.

Leica M-P im Sachs-Design. (Bild: Leica)

Leica M-P im Sachs-Design.
(Bild: Leica)

“Viele Fotografen fühlen sich der Leica M seit vielen Jahren leidenschaftlich verbunden. Ihre Funktionalität und ihr ikonisches Design begeistern mich als Künstler und passionierten Anwender immer wieder aufs Neue. Ich freue mich sehr über die Chance, die Kamera zu ‚entkleiden’ und einen neuen Look zu kreieren, der zugleich überraschend und funktional ist. Das Material der besonders griffigen Kameraoberfläche, das noch nie für diesen Zweck verwendet wurde, sorgt für eine bemerkenswerte Ästhetik und eine einzigartige Haptik”, so Rolf Sachs.

[Kommentar] Im ernst, will jemand für die Verschandelung einer Kamera im Badelatschendesign satte 15.000 Euro ausgeben? Der Preis für das normale Gehäuse liegt z. Zt bei knapp 7.000 Euro, für das Objektiv bei etwa 4.500 Euro — der Aufschlag beträgt also stolze 3.500 Euro (Stichprobe Amazon 12.10.2016, ok ein Blitzlicht ist auch noch dabei).
Wenn dieses Design funktional sein soll, warum ist dann nicht die Serienfertigung so? Oder ist dies einfach wieder einmal nur Spekulationsobjekt, in der Hoffnung in ein paar Jahren findet sich ein noch größerer Liebhaber, der noch mehr Kohle locker macht (dann darf man es aber auch nicht aus der Verpackung nehmen, wie alle Sammlerpuppenexperten wissen).

Continue reading Sonderedition Leica M-P ‘grip’ by Rolf Sachs

Zurück in die Zunkuft: digitale Leica ohne Display.

[PM] Die Leica Camera AG stellt mit der Leica M-D (Typ 262) ein weiteres Modell innerhalb des Leica Meßsuchersystems vor. Zusammen mit den Serien Leica M und M-P (Typ 240), der Leica M (Typ 262) sowie der Leica M Monochrom (Typ 246) besteht die digitale M-Generation nunmehr aus fünf Modellen.

Leica M D mit ohne Display (Bild: Leica)

Leica M D mit ohne Display
(Bild: Leica)

Die Leica M-D ist das erste Serienmodell der digitalen M-Reihe ohne Kameradisplay. Auf der Kamerarückseite befindet sich stattdessen das ISO-Einstellrad – eine der wenigen, aber zentralen Funktionen. Denn die Leica M-D verinnerlicht zwar alle über Jahrzehnte perfektionierten Vorzüge des Leica Meßsuchersystems, bietet bewusst jedoch nicht alles, was technisch möglich ist. Radikal auf die wichtigsten Funktionen reduziert, die zum Fotografieren benötigt werden — Zeit, Blende, Entfernung und ISO-Empfindlichkeit -, unterstützt sie den Anwender dabei, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Aufnahme.

Continue reading Zurück in die Zunkuft: digitale Leica ohne Display.

Was ist eine Meßsucherkamera?

Die Gattungsbezeichnung “Meßsucherkamera ” hebt ein technisches Detail hervor, über das eine manuelle Entfernungseinstellung realisiert wird — den Meßsucher. Bei dieser Technik müssen zwei Bilder im Meßsucher zur Deckung gebracht werden, damit das Motiv in der Bildmitte scharf abgebildet wird. Für die beiden Teilbilder benötigt man zwei Öffnungen am Gehäuse, die optisch/mechanisch miteinander sowie mit der Optik verbunden sind (Basis). Je weiter diese auseinander liegen, desto präziser kann man einstellen.

Continue reading Was ist eine Meßsucherkamera?

Meßsucherkamera: Historischer Nachbau als Alternative (Teil III)

Nachdem sich die Voigtländer Bessa nach ausgiebiger Recherche mit Preisen zwischen 500 und 1.000 Euro fast schon zum Luxusobjekt entwickelt, muß ich umdenken. Vielleicht gibt’s doch eine bezahlbare Meßsucherkamera aus der guten alten Zeit…

Zorki 4 von 1972 für 30 Dollar (Quelle: Ebay, Juni 2014)

Zorki 4 von 1972 für 30 Dollar
(Quelle: Ebay, Juni 2014)

Bei der parallelen Recherche zu meinem Industar 50 stoße ich auf die M39-Variante und damit auf das Stichwort Zorki. Auch dies ist eine hemmungslose LeicaZeissContax-Kopie, die z. T. sogar auf deutsche Reparationen zurückgeht und bei den Urmodellen tatsächlich aus deutschen Einzelteilen bestehen kann (Kennzeichnung bei Objektiven SK od. BK ). Die Kameras haben 40 und mehr Jahre auf dem Buckel, dafür geht es bei 30 Dollar los.

Continue reading Meßsucherkamera: Historischer Nachbau als Alternative (Teil III)

Meßsucherkamera: Voigtländer Bessa T und R (Teil II)

Als ich vor ein paar Wochen zufällig auf die Voigtländer Bessa L stoße, scheint ein preisgünstiger Einstieg in die Welt der Meßsucherkameras möglich. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, daß sie zwar ähnlich aussieht und sogar Wechseloptiken bietet — aber eben keine Meßsucherkamera ist.

Voigtländer R2M/R3M (Quelle: Cameramanuals, R2M/R3M, Seite 3)

Voigtländer R2M / R3M
(Quelle: Cameramanuals, R2M/R3M, Seite 3)

Darüber hinaus sind die Objektive wegen der Kompatibilität zu beliebten Leica -Modellen ebenfalls nicht so preisgünstig wie erwartet. Der Traum “Meßsucherkamera” entwickelt sich vom Schnäppchen zur aufwendigen Investition im drei- bis vierstelligen Bereich. — Die neu aufgelegte Bessa umfaßt allerdings noch weitere Modelle…

Continue reading Meßsucherkamera: Voigtländer Bessa T und R (Teil II)

Meßsucherkamera: Voigtländer Bessa L als Schnäppchen? (Teil I)

In meiner Kindheit haben Telefone eine Wählscheibe und man kann mit ihnen nicht fotografieren. In Fotoapparate werden Filme eingelegt, die nach dem letzten Klick erst entwickelt werden müssen. Der Hersteller spielt eine untergeordnete Rolle, man kann Dank M42-Schraubanschluß ein Nikon-Objektiv durchaus an eine Praktika setzen oder mit Opas 30 Jahre alten Exakta — aus Dresden — erste fotografische Erfahrungen auch in Sachen Spiegelreflex machen — der Kleinbildfilm paßt. Meine erste Meßsucherkamera... Beim Fotografieren schert sich niemand darum, wie schnell die Kamera schußbereit sein kann, wieviele Bilder pro Sekunde belichtet werden oder ob das Bokeh des Objektivs rund ist, selbst eine Batterie ist optional.

Meine erste Meßsucherkamera…

Und spätestens nach 36 Fotos ist eine Zwangspause zum Filmwechsel angesagt. Apropos: Das Ergebnis holt man nach einer Woche im Fotogeschäft ab, selbst mit eigenem Labor dauert es wenigstens ein paar Stunden. Alles total entschleunigt… “Damals” findet man das alles lästig — doch inzwischen erlebt diese Art der Fotografie eine Renaissance. Selbst Leute, die nicht mit Wählscheiben und Entwicklerdose aufwachsen, können sich für diese “Umständlichkeit” begeistern. — Und ich auch (wieder)…

Continue reading Meßsucherkamera: Voigtländer Bessa L als Schnäppchen? (Teil I)