Sony HDR-AS50 Actioncam mit Fummelfaktor [Produktvorstellung]

Ich bin ja kein Freund davon, mit einer Fotokamera zu filmen. Es hat Nachteile, wie beispielsweise eine Längenbeschränkung und auch manche Highend-Kamera schaltet nach relativ kurzer Zeit aus thermischen Gründen ab. Deshalb bin ich auf der Suche nach einer nicht allzu kostspieligen Alternative. Im Büro reicht mir eine gute Webcam wie zu Beispiel eine Logitech C270 oder die C920, die sogar Full HD kann.

Actioncam Sony HDR-AS50 (Youtube)

Aber draußen muß die Kamera natürlich mobil sein. Deshalb gucke ich mir mal Actioncams an — ich will ja schließlich keine Spielfilme drehen. Pünktlich zu Weihnachten bieten MediaMarkt und Amazon die Sony HDR-AS50 für 99 Euro an, Listenpreis liegt bei 219 Euro, der Straßenpreis bei etwa 160 Euro — das scheint doch ein Schnäppchen zu sein…

Technische Eckdaten

Das ist ein Praxistest, weshalb ich nicht auf alle technischen Features eingehe, die kannst du auf diversen Webseiten nachlesen. An dieser Stelle nur die Eckdaten (Quelle: Helpguide, dort auch weitere Angaben):

  • Bildsensor
    Exmor R CMOS-Sensor mit 7,77 mm (1/2,3 Zoll)
    Pixel insgesamt: ca. 16,8 Megapixel
    Effektive Pixel (Film): ca. 11,1 Megapixel (16:9) (SteadyShot OFF und WW)
    Effektive Pixel (Standbild): ca. 11,1 Megapixel (16:9) (WW)
    Max. Pixel bei Standbildern: ca. 11,9 Megapixel (16:9) (WW)
    Pixel bei Zeitraffer-Aufnahmemodus: ca. 2,07 Megapixel (16:9) HD (1920 × 1080), ca. 8,29 Megapixel (16:9) 4K (3840 × 2160)
  • Objektiv
    ZEISS Tessar-Objektiv
    Blende: F2,8
    Brennweite: f = 2,8 mm
    Brennweite (entsprechend 35 mm): f = 18,4 mm (WW), f = 21,8 mm (Normaleinstellung)

Mitgeliefert wird nur ein großes Faltblatt, daß Selbstverständlichkeiten erklärt. Weitergehende Informationen findest bei “Software und Info” sowie im “Helpguide“, der einzigen Quelle, wo du wirklich etwas hilfreiches findest (Achtung, unterschiedliche Modelle zusammengefaßt).

Dies ist ein Praxistest. Allle Angaben ohne Gewähr!

Persönlicher Eindruck

Wie gesagt, es geht nicht um einen “objektiven Test”, sondern meinen persönlichen Eindruck und was man in der Zeitspanne der Rückgabefrist überprüfen kann — und meine persönliche Einschätzung dazu.

  • So wird/wurde in der Amazon-Beschreibung ein Dreifach-Zoom genannt — gibt es m. E. nicht. Stattdessen kannst du zwischen zwei Bildwinkeln “normal” und Weitwinkel” wählen — allerdings geht dann auch die Bildstabilisierung flöten. WW bringt aber auch nicht sooo viel mehr.
  • Gelegentlich wird auch GPS erwähnt — gilt m. E. nur für andere Modelle.
  • Das Display ist klein und in LCD-Technik. So kann man es zwar bei prallem Sonnenschein und optimalem Lichteinfall gut ablesen, bei schlechtem Licht entsprechend schlecht, eine Beleuchtung gibt es nicht.
  • Es gibt keinen Sucher. “Zielen” frei Hand oder per Smartfon-App.
  • Die Konfigurierung direkt in der Kamera ist klickintensiv und unübersichtlich, mit der Smartfon-App geht es ein bißchen besser.
  • Buzzword “4K” gilt bei diesem Modell nur für den Zeitraffermodus, wo intern Fotos zu einem Film kombiniert werden (nicht ausprobiert).
  • Das mitgelieferte Unterwassergehäuse soll bis 60 m taugen (nicht ausprobiert), ist aber recht fummelig zu öffnen.
  • In geschlossenen Räumen ist das eingebaute Mikrofon gut, draußen hat es wie alle anderen mit Windgeräuschen zu kämpfen. Einen externen Mikrofonanschluß gibt es nicht.
  • Stativgewinde direkt am Gehäuse ist praktisch.

Sony HDR-AS50 als Angebot bei Amazon (Quelle: Amazon Dezember 2017)

Sony HDR-AS50 als Angebot bei Amazon
(Quelle: Amazon Dezember 2017)

Fazit

Zum reinen (Spaß-) Filmen hätte ich mich schon mit der Sony HDR-AS50 anfreunden können, da ist sie bildtechnisch nicht schlechter oder besser als viele andere Kameras dieser Art. Leider kommt sie ohne Sucher, einfachem Display und m. E. sehr fummeliger Bedienung: Akku, Speicherkarte und USB-Anschluß sind hinter hakeligen Klappen, die Konfiguration erfolgt über ein winziges LC-Display. Die separat erhältliche Fernbedienung — remote kit — habe ich einzeln nicht gefunden und scheint mit diesem Modell nicht kompatibel. Die Smartfon-App ist akzeptabel, aber ich möchte bei einer explizit auf das “Prinzip einfach” ausgelegten Actioncam nicht noch zusätzlich mit dem Handy jonglieren müssen. So schnappt die Kamera zurück zu Amazon und ich verwende erstmal die Smartfon-Kamera, was zumindest bei gutem Licht gute Bilder bringt.

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