Panasonic Lumix: Bracketing fürs Focus-Stacking

Apps, das sind mehr oder weniger nützliche Programme für das Smartfon. Doch inzwischen gibt es sie zunehmen auch für oder sogar in der Kamera. So stellt Sony beispielsweise für die QX10 & Co eine offene Schnittstelle zur Verfügung (API) — doch in der Praxis ist die Verwendung leider eher spärlich.

Focus-Stacking macht vieles möglich.

Focus-Stacking macht vieles möglich.

Gerade stoße ich dagegen auf eine interessante Anwendung für meine Panasonic Lumix, die neue Möglichkeiten für Langzeitbelichtung und Focus-Stacking eröffnet.

Meine Lumix GM1 läßt sich über WLAN steuern und ist mit einer tollen App ausgestattet, die Zugriff auf alle Elemente und Anzeigen bietet. Leider geht wenig darüber hinaus. Automatisierte Funktionen, die nicht schon in der Kamerafirmware sind, gibt es leider in der App nicht. So kann man leider keine “Makros” für Zeitraffer oder Focusstacking anlegen, wie es zum Beispiel in der moderneren GX80 ein eingebaut ist.

Das ist ein Bericht nach “Aktenlage”, ich habe die App selbst noch nicht ausprobiert.

Per Zufall stoße ich auf die App “GSimpleRelease” (erhältlich für Android, ca. 2 EUR und iOS) speziell für Panasonic-Lumix-Modelle (prinzipiell “alle“, die mit der original Image App kompatibel sind und schon einmal damit verbunden waren). Als “einfacher Auslöser” dient das Programm als Fernauslöser und kann im B-Modus Langzeitbelichtungen steuern. Interessanter ist allerdings die zweite Funktion: Focus Brackets. Damit wird eine Bildserie mit automatischer Schärfeverlagerung erstellt wie man sie häufig in der Makrofotografie anwendet. Die App ahmt dabei das Prinzip der bekannten Helicon-Software — die es nur für Canon und Nikon gibt — nach: Startpunkt, Endpunkt, Schrittweite, Start. Natürlich muß das Objektiv AF-fähig sein, damit die Software den Fokus steuern kann — allerdings muß sich das Objektiv/Kamera für die Aufnahmen in manuellem Modus befinden.

Achtung: Das Programm erstellt nur den Bilderstapel (bracket), für das “stacken” (Verschmelzen) benötigst du separat eine geeignete Software. Im einfachsten Fall geht das mit Photoshop und obwohl Helicon nur Canon und Nikon steuern(!) kann, kann die PC-Software natürlich die “wie auch immer” gefertigten Bilder anderer Hersteller verarbeiten. Darüber hinaus gibt es eine Menge Alternativen, z. T. sogar kostenlos.

Was man gemeinhin als Fokusstacking bezeichnet hängt also von einer geeigneten Kombination der Kamerasteuerung und der anschließenden Bearbeitung ab. Diese App kann dich dabei unterstützen.

Leave a Reply