Spiegellos unterwegs in der Praxis (Lumix GM1 | Teil 2)

Die Entscheidung ist gefallen, das Weihnachtsgeldsparschwein geschlachtet, die Lumix GM1 gekauft. Das ging nicht ohne einen gewissen Frustlevel: Der Mann beim Kistenschieber gibt mir zunächst einen guten Tipp, will mir aber eigentlich nur sein Vorführmodell verscherbeln. Blöd nur, daß beim “Vitrinenstück” beim Entfernen des Diebstahlschutzbandes das Objektiv auseinander fällt, weil es vermutlich mit Gewalt in die falsche Richtung gedreht wurde (vorher hieß es noch, “das justiert sich von selbst”).

Panasonic Lumix GM1

Panasonic Lumix GM1

Das kürzlich gefaßte Vertrauen verschwindet so schnell, wie es in Erwartung der schönen Kamera gekommen ist. Seither bin ich besonders mißtrauisch, wenn bei Ebay der Kistenschieber “generalüberholte” Artikel anbietet — das könnten jene zusammengeflickte Totalschäden sein… Als Kompromiß wird es dann ein Warehousedeal vom Versender meines Vertrauens. Gegenüber dem Einführungspreis von rund 700 Euro im September 2013 halbiert sich damit der Preis.

GM1 ausgepackt…

Kaum zu glauben, daß dies eine Systemkamera mit wechselbaren Objektiven ist. Das Gehäuse ist zierlich (etwa 55 mm hoch und 31 mm dick, 204 g) und macht mancher Schnappschußkamera Konkurrenz. Das Objektiv kann man in der hohlen Hand verstecken. Allerdings wirkt es beim direkten Blick von vorn durch den breiten Rand etwas bollerig. Mitgeliefert wird noch ein bißchen Papier (aka Anleitung , allerdings nicht in meiner Sprache…), ein paar CDs mit Software sowie ein spezielles USB-Kabel (durch Mehrfachfunktionen wohl leider kein Standard…).

Eine genauere Betrachtung gilt natürlich dem winzigen Objektiv. Panasonic verwendet bei MFT meist zwei Kit-Objektive: das 14 – 42 mm (f 3,5 – 5,6 AF mit Motorzoom, ca. 320 Euro) sowie das “manuelle” 12 – 32 mm (f 3,5 – 5,6) — so auch an der GM1. Das freut mich, weil die Brennweiteneinstellung von Hand meiner Meinung nach viel angenehmer und präziser möglich ist. Immerhin gibt es sogar Markierungen für unterschiedliche Brennweiten. Auch die 2 mm kürzer im Weitwinkelbereich sind ein Pluspunkt (24 mm gegenüber 28 mm auf KB bezogen). Doch im Telebereich sind es stolze 10 mm weniger. Ich bin zwar kein Fan von “Superzooms”, aber so bleiben magere 24 bis 64 mm übrig (bezogen auf KB). Was man auf den Katalogbildern nicht sieht: Die kurze Position des Objektivs ist nicht die Weitwinkel-Einstellung, sondern eine spezielle Parkposition . Nach dem Einschalten mußt es immer erst ein Stück ausgefahren werden. Deshalb halte ich bei meiner Recherche alternativ nach einem einzelnen Gehäuse Ausschau, doch das scheint es regulär nicht zu geben. Im Betrieb gibt es allerdings nichts zu meckern. Ich nutze das Objektiv hauptsächlich auf den beiden Endpositionen. Ein Fauxpas ist, daß es weder einen Gehäuse- noch einen Objektivrückdeckel gibt, lediglich der Deckel für die Frontlinse ist dabei.

Die technischen Daten will ich jetzt nicht im einzelnen durchgehen. Wichtig ist für mich der relativ große MFT-Sensor (17,3 x 13,0 mm) mit 16 Megapixel und daß sie die Fotos als RAW speichern kann (das auch schon Lightroom bekannt ist). Der kombinierte mechanisch/elektronische Verschluß stellt Zeiten von 60 s bis 1/16.000 s zur Verfügung. Die Serienbildgeschwindigkeit soll bis 40 Bilder/s reichen — ausprobiert habe ich es allerdings nicht (wahrscheinlich nur bei JPG). Die Entfernungseinstellung erfolgt — wie bei spiegellos üblich — über Kontrast-AF, die Belichtung mißt in unterschiedlichen Modi mit bis zu 1728 Zonen, wobei die ISO-Empfindlichkeit von 125 (22 DIN) bis 25.600 (45 DIN) reicht.

Das Display der Lumix GM1 ist sehr klar -- und wird reichlich zur Information genutzt.

Das Display der Lumix GM1 ist sehr klar — und wird reichlich zur Information genutzt.

Das Display ist bei einer spiegellosen Systemkamera unerläßlich, weil man ja bei der Aufnahme nicht mehr direkt durch das Objektiv sehen kann, sondern “live” den Bildsensor beobachtet. Da erfreut das 7,5 cm große und sehr klare Display mit gut 1 Million Pixel, wenn es um den Bildausschnitt geht. Panasonic nutzt es aber auch, um stufenweise allerlei Informationen einzublenden, für meinen Geschmack allerdings eher zu klein. Die Kamera läßt sich gut über Einstellknöpfe bedienen, aber wie immer gibt es zahlreiche in Menüs versteckte Funktionen, wo das gute Display ebenfalls positiv auffällt. Die Konfiguration selbst ist allerdings ebenso verschachtelt und nicht immer leicht nachvollziehbar. Immerhin kannst du eine echte (Fn1) und vier softwaremäßige Funktionstasten belegen sowie zwei “custom”-Sets einstellen, was dieses Manko etwas kompensiert. Apropos: Der Bildschirm ist berührungsempfindlich. Das ist zwar neuester Stand der Technik, meine Begeisterung hält sich aber in Grenzen: Einerseits berühre ich es wg. des kleinen Gehäuses gelegentlich unabsichtlich, andererseits empfinde ich den Wechsel zwischen echten Tasten und Touchfunktionen nicht immer logisch (kann man abstellen ). Und wie bei den Infosymbolen ist vieles zu klein geraten und überladen. Ich fürchte, daß man hier eine Menge Zeug für die Featurezähler reingepackt hat, als versierter Fotokönig kannst du in der Praxis eine Menge Zeug davon ignorieren.

Spielkram für Featurezähler

Für Featurezähler dürfen Verfremdungs- oder Bearbeitungsfunktionen nicht fehlen. Unter “creativ control” findest du eine Menge Bildstile wie:

Expressiv / Retro / Früher / High Key / Low Key / Sepia / Monochrom / Dynamisch Monochrom / Grobes Monochrome / Weiches Monochrome / Impressiv / Hohe Dynamik / Cross-Prozess / Spielzeugeffekt / Toy POP / Bleach-Bypass / Miniatureffekt / Weichzeichnung / Fantasie / Sternfilter / Selektivfarbe / Sonnenschein

Laß die Finger davon! Solche Effekte kannst du später in Lightroom oder mit kostenlosen Programmen nachholen und deinen Spaß haben. Machst du es direkt in der Kamera, läßt sich solch ein Effekt nicht mehr rückgängig machen und versaut dir u. U. einen tollen Schnappschuß auf ewig.

Darüber hinaus gibt es noch eine Menge sinnvolle Kleinigkeiten — die in der Fülle aber auch für Unübersichtlichkeit sorgen. So gibt es beispielsweise Funktionen für Zeitraffer (Stop-Motion), Auto-Bracketing mit weiten Spielraum, eine Einstellung für Doppel- bzw. Mehrfachbelichtungen direkt in der Kamera oder eine Gesichtserkennung, die sogar bestimmte Personen erkennen kann. Pfiffig oder Unsinn? Eine Art Reiseplaner, mit dem du für einen bestimmten Zeitraum eine abweichende lokale Uhrzeit einstellen kannst, die zu Hause automatisch zurückwechselt.

RAW muß sein

RAW (rw2) wird zur Verfügung gestellt, mehr mußt du eigentlich nicht wissen (neben JPG für DAUs). Überraschenderweise liefert Panasonic dazu keine eigenen Software mit, sondern “Silkypix Developer Studio”. Das ist ungewöhnlich, weil meist nur die spezielle herstellereigene Software das letzte Quentchen aus den Daten herauskitzeln kann. Aber ich möchte sowieso mit Lightroom arbeiten, was kein Problem ist, da die GM1 ja schon seit 2013 auf dem Markt ist. Ich komme also nicht in Verlegenheit, LR 6 nutzen zu müssen.

Apropos: Gerade bei MFT gibt es in Lightroom häufig keine Kamera-/Objektiv-Profile, weil die Korrekturdaten in den RAWs eingebettet sind.

Nachteil von RAWs ist nicht selten, daß im Dateimanager des Betriebssystems nur Symbolbilder und keine Vorschaubilder angezeigt werden. Der zusätzliche Codec von Panasonic läßt sich (bei mir) auf Windows 7 nicht installieren (scheint nur für 32 Bit(!) geeignet zu sein) — da muß Panasonic nachbessern. Auch das Codec-Paket von Microsoft hilft in diesem Fall leider nicht weiter. Lediglich das “FastPictureViewer Codec Pack” schafft es, kostet nach 14 Tagen kostenloser Testphase, sparsame 10 USD. Neben vielen anderen RAWs kann man damit auch DNG und PSD hervorzaubern. Panasonic liefert darüber hinaus “Photo Fun Studio 9.2 AE” sowie für Videos eine auf 30 Tage beschränkte Version von “LoiLoScope” — was’n das? Bleibt im Originalkarton.

Fernsteuerung per WLAN

Bei (m)einer Spiegelreflex lehne ich Schnickschnack ab, da ist Fernbedienung per USB-Kabel das höchste der Gefühle. Bei der Panasonic ist per WLAN kompletter Zugriff möglich (die “Power”-Leuchtdiode wechselt dabei von grün nach blau). Erfreulicherweise muß man dabei nicht top aktuelle Smartfons/Tabletts haben, es reicht Android ab 2.2 bzw. iOS ab 5.0.

Die Fernbedienung per WLAN ist sehr vielseitig.

Die Fernbedienung per WLAN ist sehr vielseitig.

Im Gegensatz zur Sony WX220 kann man aber jederzeit direkt an der Kamera eingreifen — was wiederum die App korrekt registriert. Trotz der vielen Funktionen fehlt mir in letzter Konsequenz die Möglichkeit so etwas wie Makros zu hinterlegen, also beispielsweise alle 15 Minuten ein Einzelbild und stündlich eine Videosequenz von 5 Minuten oder bei Motorzooms dabei auch unterschiedliche Brennweiten einstellen zu können.

Foto & Video

Für meine “immer dabei” erwarte ich gar nicht, daß sie “alles” kann. Vielmehr geht es mir darum griffbereit und startklar zu sein — und dabei gute Bilder zu liefern. So überrascht es, daß ich sehr häufig auf Automatiken zurückgreife: Neben “P” verwende ich besonders bei schnell wechselnden Situationen auch gern Panasonics “iA”. Weil die Werte ja schon vor der Aufnahme angezeigt werden, kann ich sie ja selbst beurteilen und meistens finde ich sie plausibel oder mindestens akzeptabel.

Das Standardobjektiv ist leider größer als man denkt.

Das Standardobjektiv ist leider größer als man denkt.

So gelingen gerade auch abendliche Streetfotos “erschreckend gut”. Die intelligente Vollautomatik iA+ regelt die Empfindlichkeit dabei auf maximal 3.200 ISO (trotz verfügbarer 25.600 ISO), so daß Rauschen kein Problem ist. Die ins Objektiv integrierte Bildstabilisierung erlaubt auch 1/8 s Freihand bei Blende 4. In Kombination mit dem Original Objektiv ist der AF schnell und sitzt. Die Schärfepunkte werden durch aufblitzende grüne Vierecke signalisiert. Beim Olympus 17 mm Pancake (im Bericht Teil 3) scheint es nicht immer so souverän zu gehen. Es “pumpt” zwar nicht, korrigiert wohl aber gelegentlich.

Nachtaufnahmen sind auch Freihand kein Problem.

Nachtaufnahmen sind auch Freihand kein Problem.

So sehr die gelungenen Schnappschüsse unterwegs oder auf Ausstellungen und Messen begeistern, gerade bei geplanten Aufnahmen stoße ich — nicht ganz unerwartet — an Grenzen. Neben dem Formfaktor ist auch das sog. Focus Peaking (“Kantenanhebung”) ein Grund, weshalb ich mich für die teurere GM1 gegenüber einer GF1 entscheide. Bei Original Objektiven spielt diese Funktion praktisch keine Rolle, ist aber hilfreich bei manuellen Objektiven, die per Adapter angeschlossen werden (dazu mehr im vierten Teil dieser Reihe). Viele Kameras bieten dann nur eine Bildschirmlupe bei der du nach Sicht die Schärfe einstellen kannst. Der Erfolg hängt allerdings auch von der Bildschirmauflösung und deiner eigenen Sehschärfe ab. Beim Focus Peaking werden dagegen als scharf erkannte Im Detail wird's knifferlig...Bereiche direkt im Bild hervorgehoben. Die Lumix bietet dazu zwei Empfindlichkeitsmodi und insgesamt sechs unterschiedliche Farben zur Kennzeichnung.

Im Detail wird’s fürs Focus Peaking knifferlig…

Diese Art der Entfernungseinstellung ist durchaus gewöhnungsbedürftig, da sie ja mitten im Bild erscheint und ggf. sogar die entscheidenden Bereiche verdeckt. Aber: Trotz manueller Einstellung basiert diese Funktion ja letztlich auf AF-Technik — und hat genau die gleichen Schwächen. Bei einer “Fernaufnahme” mit meinem 90-mm-Objektiv — entspricht immerhin 180 mm KB — werden bei leichtem Dunst keine klaren Kanten erkannt und dementsprechend nichts angezeigt. Also doch die Lupe. Im Nahbereich ist es ähnlich: Für welches Detail genau gilt die Markierung — wegen der geringen Schärfentiefe durchaus entscheidend. Und die rostigen Nägel haben eben keine messerscharfe Kontur… Die Schärfe liegt hier im unteren Bereich am gut strukturierten Holz. Ob diese Unsicherheit nur für die Lumix oder auch die diesbezüglich gelobte Sony A7 gilt, weiß ich nicht, man sollte zumindest ein Auge darauf haben. Zu viele “Tester” haben es offenbar bisher nur am Schreibtisch ausprobiert…

Focus Peaking oder Kantenhervorhebung: Die Schärfezone wird hier durch die lila Markierung hervorgehoben.

Focus Peaking oder Kantenhervorhebung: Die Schärfezone wird hier durch die lila Markierung angezeigt.

Videoaufnahmen kannst du über das Moduswahlrad auf dem Gehäuse oder den “Schnellstartknopf ” auf der Rückseite starten. Pluspunkt: Während der Video-Aufnahme kannst du auch Fotos machen (nicht im Filmmodus auf dem Wahlrad): einfach den Auslöser drücken. Einschränkung: die Fotos sind nur in Full HD, JPG und auf 15 pro Video begrenzt. Die Bildqualität ist “in Ordnung”, aber nur 1920×1080 24 p, was deutlich schwächer als bei der einfachen Sony WX220 ist (die mir bei Video sehr gut gefällt). Insofern eine schwache Leistung für eine im Fotobereich so ausgereifte Kamera und gute Hardwarevoraussetzungen. Pflicht ist auch ein bildstabilisiertes Objektiv, sonst ruckelt es arg (oder ein Stativ natürlich).

Zubehör

Man soll sein Geld nicht komplett für die Kamera ausgeben, ein bißchen Zubehör braucht man ja auch noch. Der Kistenschieber will mir noch eine teure SD-Karte verkaufen. In der Anleitung nennt Panasonic als Minimum “Klasse 4” — was aktuelle Produkte meist spielend erfüllen, auch mein Schnäppchen mit Klasse 10 bzw. UHC1.

Der Akku gilt mit 600 mAh etwas schwächlich, ob die 680 mAh eines Drittanbieters etwas bringen? Ich bestelle mir sicherheitshalber ein Ladeset, daß notfalls auch im Auto oder Flugzeug genutzt werden kann (Update: Ladeset mit 700-mAh-Akkus). Ich komme in der Regel mit einem Akku gut über den Tag, meist sogar über mehrere. So ein Display braucht aber immer Strom und auch recht viel. Bei einer Spiegelreflex brauchst du nur Strom, wenn der Auslöser gedrückt wird und der Akku reicht u. U. über Wochen. Apropos: Akku und Speicherkarte befinden sich hinter einer Klappe, die sich über den Boden öffnet. Sie ist zwar stabiler als bei vielen anderen Kameras, aber doch etwas wackelig, vor allem weil man da so oft ran muß…

Die Objektive haben zwar ein Filtergewinde (meist 37 mm), aber größere “Konstruktionen” wie einen Filterhalter oder eine Nahlinse würde ich daran nicht montieren. Meines Wissens gibt es auch keine Tele-Konverter oder Zwischenringe. Für viele Spezialanwendungen mußt du am Ende auf Adapterlösungen mit Equipment aus dem Spiegelreflexbereich ausweichen.

Entfernen Sie beim Aufnehmen unbedingt den Objektivdeckel. (Quelle: Anleitung zur Lumix GM1)

Entfernen Sie beim Aufnehmen unbedingt den Objektivdeckel.
(Quelle: Anleitung zur Lumix GM1)

Fazit Kamera

Es ist beeindruckend, wie klein das Gehäuse ausfällt, obwohl es nahezu die Möglichkeiten einer Spiegelreflexkamera bietet. In Sachen Kompaktheit enttäuschen dagegen die Objektive: Die Standard-Set-Objektive sind im Verhältnis zum Gehäuse doppelt so groß.

Das zur GM1 mitgelieferte Objektiv wirkt auf den ersten Blick zwar zierlich, doch in den meisten Berichten und Shops wird es in der “Parkposition” abgebildet. Betriebsbereit ist es selbst in Weitwinkelstellung fast doppelt so lang. Es ist dann zwar schlanker als APS C oder Vollformat, aber nicht so viel kürzer. Immerhin fährt mein zusätzliches 17 mm Pancake von Olympus im Betrieb nur fürs Fokussieren minimal aus. Wirklich platt wie ein Pfannkuchen sind nur die “Gehäusedeckel”-Konstruktionen mit 15 bzw. 8 mm Brennweite, doch die liefern m. E. nur Handyqualität und machen den Grundgedanken von MFT zunichte. Für alle Spezialanwendungen — z. B. Zwischenringe für Makrofotografie — mußt du am Ende auf Adapterlösungen mit Equipment aus dem Spiegelreflexbereich ausweichen.

Vor allem die Fotoqualität überzeugt und weil sie trotz der “großen” Objektive im Gegensatz zur Spiegelreflex in die Jackentasche paßt, habe ich sie tatsächlich fast immer dabei. Auch die Videoqualität ist zwar in Ordnung, aber die versprochenen “Full HD” liefert Panasonic nur unter bestimmten Umständen. Trotzdem bin ich unter dem Strich mit der Kamera zufrieden. Sie ist um Klassen besser als Schnappschußkameras, m. E. auch noch ein Tickchen besser als die 1-Zoll-Modelle. — Ich habe sie als “immer dabei” angeschafft und wo großes Gepäck stört — das erfüllt sie toll. Doch wo Zeit und Gewicht keine Rolle spielen bleibt es bei der Spiegelreflex, weil der Sucher viel besser und überschaubarer ist. Auch der Kontrast-AF der MFT gerät deutlich öfter an seine Grenzen als das Pendant der dSLR. So ist die Lumix keine Alternative zur Spiegelreflex, aber eine hervorragende Ergänzung . Schauen wir im Juni mal beim Lumix-Festival in Hannover vorbei.

Die Reihe besteht aus vier Teilen — im nächsten geht es Pancake-Objektive, um die Kamera noch handlicher zu machen.

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