Fotoworkshop im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen

Gedenkstätte Bergen-Belsen.Mich wundert es immer, wenn Vereine interessante Veranstaltungen planen, dann aber keine Werbung dafür machen und sich über ausbleibende Teilnehmer beklagen.

Gedenkstätte Bergen-Belsen.

In einem seichten Mainstream gehört PR einfach dazu! Einfach “gut” sein oder eine “tolle Idee” zu haben reicht da leider nicht. So stoße ich — also wieder einmal per Zufall — auf ein interessantes Angebot: Ein Fotoworkshop im ehemaligen Konzentrationslager Bergen-Belsen.

Wie kann man so etwas nur machen, ein “Vergnügen” an so einem Ort? Der Reflex im Umgang mit der deutschen Vergangenheit. Ich halte dagegen so einen Workshop für eine sehr gute Idee, weil er einfach einen anderen Zugang zu einem schwierigen Thema bietet und nicht so pathetisch daher kommt. Es ist eine Alternative zum schwerverdaulichen Buch oder zur sehenswerten, aber sachlichen Ausstellung bzw. Dokumentation. Jahre nachdem ich aus der Dressur des “Bildungssystems” entlassen bin, lese ich nicht nur gelegentlich wieder deutsche Klassiker, sondern besuche mit meiner Familie im vergangenen Jahr “freiwillig” die Gedenkstätte, die mir in der Schulzeit leider nur als schweres deutsches Erbe vermittelt wurde. Mit der Veröffentlichung von Fotos halte ich mich aber zurück. Darüber hinaus bieten auch die Stolpersteine einen neuen und lebendigen Blick auf die Geschichte. Komisch, daß man dort selten Schulklassen antrifft, obwohl man dort nicht selten mit Zeitzeugen(!) sprechen kann.

Eigenwerbung: Tipps & Tricks für die Arbeit mit Lightroom — Nach dem Workflow ist noch lange nicht Schluß. Es gibt noch viele Kniffe und Bearbeitungsmöglichkeiten die genannt werden wollen, wenn du dich mit LR schon einigermaßen auskennst: Rahmen, Wasserzeichen, Color Key, Teiltonung, Presets, Plugins, Backup. — Jetzt bei Amazon!

Schade, daß dieser Workshop auf der offiziellen Homepage der Gedenkstätte Bergen-Belsen nur versteckt unter “aktuell” zu finden ist und nicht direkt verlinkt werden kann. Immerhin findet man dort noch eine Menge anderer interessanter Themen. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt.

Foto-Workshop „was bleibt“, 18. – 20. März 2016 (Quelle: Infoflyer | PDF)
Teil des Workshops ist es, den historischen Ort kennen zu lernen und zu begreifen. Darauf baut der Fotokurs auf, in dem die Teilnehmenden verstehen lernen, mit Spiegelreflexkameras zu fotografieren und kreativ eine eigene Fotogeschichte zu erarbeiten. So erlernen alle den handwerklichen und auch gestalterischen Umgang mit der digitalen, manuellen Fotografie und zeigen mit ihren Bildern auf diese Weise, „dass etwas bleibt“.

Der Workshop dauert rund drei Tage (Freitag bis Sonntag), kostet 150 Euro und ist leider auf zehn Teilnehmer begrenzt (Anmeldeschluß: 7.3.2016).

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