Esther Honig: Make me beautiful…

Esther Honig erklärt, daß in Amiland eine Bearbeitung mit Photoshop für ein schönes Bild als unverzichtbar gilt. Sie möchte herausfinden, wie sich das in anderen Ländern und Kulturkreisen verhält.

Make me beautiful -- made in USA (Quelle: esterhonig.com)

Make me beautiful — made in USA…
(Quelle: estherhonig.com)

Wir werden nicht enttäuscht…

Im ” Before & After” genannten Selbstversuch sendet sie über einschlägige Dienstleistungsplattformen im Internet ein ungeschminktes Ausgangsbild an 40 “Photoshopper” aus 25 Ländern. Das Honorar für eine Bearbeitung nach dem einfachen Motto “make me beautiful” beträgt zwischen fünf und dreißig Dollar.

Die Bandbreite der zur Zeit rund zwanzig Bilder ist sehr vielseitig: Manche fallen fast schon dezent aus, bearbeiten nur den Teint, machen “natürlich” die Augen strahlend und gelegentlich etwas Make-up, wie beispielsweise viele der osteuropäischen Bearbeitungen (wenn auch im direkten Vergleich das Photoshoppen kaum zu übersehen ist).

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In anderen Ländern kommen teilweise Schmuck, eine wilde Frisur (Philippinen [13]) oder sogar Kleidung hinzu (Marokko, Philippinen [4]). Überraschend der große Unterschied zwischen der fast zurückhaltenden Bearbeitung aus dem United Kingdom und der künstlichen Barbie made in USA. Da kann dann nur noch Argentinien mit poppigem Hintergrund mithalten.

Sicherlich spiegeln diese Bearbeitungen zum Teil landestypische Einstellungen wieder. Allerdings muß man bis zu einem gewissen Grad auch die persönlichen Ansichten und Gepflogenheiten des jeweiligen Bearbeiters einkalkulieren. Interessant wäre jetzt eine Bewertung aller Bilder unter Berücksichtigung der Nationalität.

[Update]

Mit pauschalen Bitten wie “mach mich cool” sollte man vorsichtig sein und darf nicht an den Falschen geraten: Der Photoshop Troll mag solche unspezifischen Aufträge nicht besonders.

[Update II]

The Creators Project hat dazu ein Interview mit Esther Honig gemacht.

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